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Erschütternde Bilder – Passagierflugzeuge stürzen ins World Trade Center! Während ich mir mehr oder weniger lustlos ein paar Paprika-Chips in die Figur schiebe, bin ich live dabei; -
Wahnsinnsbilder! - Ja gut, ich schau mir schon mal mehr oder weniger erschüttert Trümmerbilder an; von Erdbeben oder Bombenanschlägen. Im Bosnien-Krieg flimmerten schon einige aufsehenerregende Bilder über die
Mattscheibe; - aber so was? Da fliegt eine Boing in ein Hochhaus – und kurz darauf noch eine! Ich zappe mich durch die Sender. Vielleicht kann ich’s auf irgendeinem Kanal noch mal sehen. Und tatsächlich: auf „action
TV“ zeigen sie´s noch mal aus einer anderen Perspektive – und auf „Voyeur Channel Nr.5“, von einem Amateurfilmer, - in Zoom-Zeitlupe. Erschütternd – wirklich erschütternd! Und dann die Menschen, die sich
in ihrer Panik aus der Höhe stürzen; in Nahaufnahme, Zeitlupe, und Wiederholung Puh! Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meiner Anonymität vor der Glotze soviel Betroffenheit und Erschütterung aufbringen kann. Noch mal!
– ich will´s noch mal sehen! – noch mal in Zeitlupe und Großaufnahme! Ich will nochmal dieses erregende Gefühl der Entrüstung konsumieren! – Ah da! Erschütternd! 
Eine Werbepause kommt mir gerade recht – ich muss ohnehin aufs Klo. Ich lasse die Klotür auf, will ja nichts verpassen. Eine schöne, schlanke Frau hält einen Quarkbecher in der Hand und
singt: „Ich will so bleiben, wie ich bin...“
Erschütternd, faszinierend erschütternd!
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