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Der einzige Beleg für diese Aussage ist zu finden im Buch Hiob “ Siehe, das alles tut Gott zweimal,
dreimal mit dem Mann, um seine Seele von der Grube zurück zu holen, damit er vom Licht des Lebens erleuchtet werde.” (Hiob 33,29.30) Was tut Gott zwei bis dreimal? Gehen wir ein paar Verse zurück: “Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer
Schlaf auf die Menschen fällt, im Schlummer auf dem Lager, dann öffnet er das Ohr der Menschen und bestätigt die Warnung für sie, um den Menschen von seinem Tun abzuwenden und den Hochmut vom Mann abzuhauen..” (Hiob 33,15-17)
Fassen wir zusammen: Gott redet zur Zeit Hiobs u.a. durch Träume, nächtliche Visionen und Schmerzen. Schauen wir in das Neue Testament: “Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei
Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet in der Person seines Sohnes...” (Hebräer 1,1.2)
Die Rettung des Menschen erfolgt durch den von Gott geschenkten Glauben. Dieser rettende Glaube kommt aus der Predigt (Römer 10,17). Gott macht den
Menschen selig durch die Torheit der Predigt (1.Korinther 1,21). Und in Galater 3,2 will Paulus von den Gläubigen wissen wodurch sie denn den Heiligen Geist empfangen haben; - einzig durch die Predigt - das Wort Gottes.
Visionen und Träume haben ihren Stellenwert in Bezug auf das Evangelium von Jesus Chrisus und der “Torheit” der Predigt verloren.
Nun bleibt noch zu überprüfen, ob Gott den Menschen durch die Predigt zwei bis dreimal ruft. Über die Häufigkeit des rettenden Rufes Gottes macht das Neue
Testament keine Angaben. Wichtiger als die Frage nach der Quantität erscheint mir das Ringen um die Qualität der Predigt.
Dieser Spruch kann beträchtlichen Schaden bei jemandem anrichten, der glaubt, Gott hätte ihn bereits dreimal gerufen, so dass es nun für ihn keine Rettung mehr gibt
. Wir sollten derartige Aussagen über die Quantität des Rufens Gottes aus unserer Verkündigung streichen. Nicht zuletzt, weil kein Apostel so gepredigt hat.
Ronald Willems
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